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Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation, weil damit die betroffenen Patienten oftmals überhaupt erst in einen rehabilitationsfähigen Zustand gebracht werden können. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).  

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Wer trägt denn überhaupt die Kosten für eine stationäre Schmerztherapie (stationäre Rehabilitation) in dieser Klinik und in welchem Falle bezahlt die Krankenkasse oder die Rentenversicherung? 
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Sozialgerichte stärken die Rechte von Schmerzpatienten gegenüber den Rentenversicherungen. Danach hat ein Schmerzpatient ein Recht  darauf , in einer schmerztherapeutischen Klinik behandelt zu werden. Hier gelangen Sie zum 1. Urteil (Sozialgericht Kassel). Pressemitteilung dazu: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=051207009&phrase=schmerzklinik. Mittlerweile gibt es diesbezüglich zwei weitere Urteile, so vom Landessozialgericht Hamburg: www.schmerzklinik.com/sozialgericht2 oder auch https://www.pressetext.at/pte.mc?pte=070710027&phrase=Schmerzklinik und vom Sozialgericht Köln erging die einstweilige Verfügung in nur 23 (!!) Tagen: www.schmerzklinik.com/sozialgericht3.

 

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OSTEITIS
(chronische Osteitis)

Der Begriff

Die Osteitis, auch als Ost itis bezeichnet, steht für die En tzündung von Knochen gewebe, im eigentlichen Sinne wird das Wort Osteit is aber nur dann verwendet, wenn die En tzündung von den Gefäßen der sog. Havers Kanäle ausgeht.

Geht die En tzündung vom Markraum aus, so handelt es sich um eine Osteomyelitis, ist die Knochenhaut betroffen, liegt eine Periostitis vor.

Spezielle Osteitis -Erkrankungen (Auswahl):

·         Osteit is deformans (Osteitis deformans Paget) das sog. Paget Syndrom (auch als Paget Krankheit, Morbus Paget oder Osteodystrophia deformans bezeichnet). Es handelt sich um eine Knochenerkrankung mit einem massivem, sowohl knochenaufbauenden als auch -abbauenden Knochenumbau, bevorzugt an Os sacrum (= Kreuzbein), Becken, Humerus (= Oberarm knochen), Tibia (= Schienbein), Femur (= Oberschenkel knochen), Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule (seltener Brustwirbelsäule) und Schädel.

·         Osteit is fibrosa disseminata, das sog. Jaffé-Lichtenstein Syndrom: Im Alter von 5-15 Jahren beginnende, schubweise fortschreitende Skelettfehlbildung infolge fibröser Dysplasie (= Ersatz des Knochenmarks durch faserreiches Bindegewebe) und Auftreibung der platten und der langen Röhrenknochen.

·         Osteit is fibrosa maxillarum, auch als Frangenheim-Rupp Syndrom bezeichnet. Bei dieser Knochenkrankheit kommt es zu einer langsam fortschreitenden Verformung meist des Oberkiefer s durch Anbau von Knochenbälkchen, später mit Beteiligung von Hirnschädel,  Extremitäten (= Arme, Beine), Becken und Wirbelsäule.

·         Osteit is tuberculosa. Diese chronische Osteitis entsteht meist auf dem Blutweg, sozusagen als Zweit- bzw. Folgeerkrankung einer Lungentuberkulose, häufig auch auf Gelenke übergreifend (Gelenk tuberkulose).

·         Osteit is purulenta: eitrige Knochenentzündung.

·         Osteitis mastoidea: En tzündung der Schleimhaut der pneumatischen (= lufthaltigen) Zellen des Warzenfortsatzes mit umschriebener Knochenentzündung und Knochenhautentzündung. Meist bei Mittelohrentzündung oder als Exazerbation (= neuerliche Verschlimmerung einer Krankheit) einer chronische n Mittelohreiterung, häufig gefolgt von eitriger Knocheneinschmelzung.

Wie entsteht eine Osteitis (Os teitis)?

Da ein Kn ochen sehr gering durchblutet ist, erfolgt eine Infektion (= Eindringen von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren) nicht hämatogen (= durch Absiedelung aus dem Blut) wie hauptsächlich bei der Knochenmarkentzündung, sondern iatrogen (= durch ärztlichen Eingriff verursacht, z. B. Operationen) oder nach einem Trauma (= Verletzung). Die Gefahr ist allerdings groß, daß eine Osteit is im weiteren Verlauf auch auch die Kn ochenhaut (Periostitis) und das Kn ochenmark (Osteomyelitis) übergreift, bedingt durch die räumliche Nähe.

Eine Osteitis geht mit folgenden Symptomen (= Krankheitszeichen) einher:

  • lokale (= örtliche) Überwärmung, 
  • Schwellung und 
  • Schmerzen
  • Später auch Durchbruch (mit Fisteleiterung (= Eiterausfluß durch einen Kanal)). 

Bei Beteiligung des Kn ochenmarks kann es darüber hinaus zu einer schweren Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens (bis hin zu einer Sepsis (= Blutvergiftung)) kommen.

Eine Osteit is kann auch auf benachbarte Gelen ke übergreifen.

Untersuchungen bei Verdacht auf Osteitis:

  • Eine Ultraschalluntersuchung kann eine Beteiligung von Gelenk en oder Muskeln aufdecken
  • Röntgen
  • Computertomographie, Kernspintomographie
  • Blutuntersuchung (Entzündungszeichen wie erhöhte Blutsenkung und C-reaktives Protein)

Wenn eine Eiteransammlung (Abszeß) nachweisbar ist, kann diese zum Nachweiß bzw. Bestimmung des Erregers punktiert (= Gewebe-/Flüssigkeitsentnahme mit einer Kanüle) werden.

Zur Therapie der Osteitis werden nach vorheriger Austestung hochdosiert Antibiotika gegeben. 
Besonders bei Beteiligung des Knochenmark
s ist häufig eine radikale Ausmuldung des Knoc hens, Spüldrainage und Ruhigstellung durch Fixateur externe erforderlich.
Das Problem ist, daß
Kn ochengewebe relativ schlecht durchblutet ist, so daß die körpereigenen Abwehrmechanismen kaum zu Tragen kommen. Die schlechte Durchblutung behindert natürlich auch eine Antibiotika-Therapie und so kommt es nicht selten zu einer Chronifizierung (= langsam, schleichender Verlauf).

Zur Schmerz - und Ursachenbekämpfung im Bereich der unteren Körperhälfte (von einer Osteit is, besonders in Kombination mit einer Knochenmarkentzündung, sind hauptsächlich die Beine betroffen) eignet sich die längerfristige, kontinuierliche epidurale (= rückenmarknahe) Blockade mit Katheter (*siehe unten).
Diese Methode hat den großen Vorteil, daß es neben der erwünschten Unterbrechung der Schmerz
reizleitung durch gleichzeitige Blockade vegetativer (= das unwillkürliche Nervensystem betreffende) Nerven zu einer Sympathikolyse (= Weitstellung der Blutgefäße) und damit zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung kommt, wie sie systemisch medikamentös (= durch Arzneimittel, die im ganzen Körper wirken) nicht zu erreichen ist. In dieser Situation ist es dann äußerst sinnvoll nochmals eine (ausgetestete) Antibiotika-Behandlung durchzuführen weil jetzt das Antibiotikum auch die Erreger erreicht. In diesem Sinne ist diese Blockadebehand lung bei Osteitis geradezu kurativ (= heilend).

Bei der chronische n Osteitis des Unterschenkel s können im Rahmen der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) zur Durchblutungsverbesserung auch Lidocain-Injektionen in die A. femoralis (= Beinschlagader) durchgeführt werden (so z.B. 2-3 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage).

Bei einer chronische n Osteitis im Bereich des distalen (= weiter entfernt von der Körpermitte) Unterschenkels oder Fuß es bewirkt auch die kontinuierliche Blockade des Nervus ischiadicus (* siehe unten) eine kräftige Sympath ikolyse (= Weitstellung der Blutgefäße) und damit eine sehr deutliche Mehrdurchblutung. Der Vorteil dieser Methode ist das geringere therapeutische Risiko.

Daß örtliche Betäubungsmittel auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Wenn Schmerzen bei bei einer Osteitis längerfristig bestehen, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen im Rahmen der speziellen Schmerzpsychotherapie zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen, was aber ambulant kaum möglich ist, weil es nur ganz wenige niedergelassene Psychologen gibt, die eine solche Weiterbildung absolviert haben.

* Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerz los nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum) durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus, wie oben schon ausgeführt, eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die auf entzündliche oder auch degenerative Prozesse zurückzuführen sind, hilfreich ist.
Nach neueren Erkenntnissen kann diese intensive Blockadetherapie das sog. Schmerzgedächtnis löschen, auch bei einer Osteitis.

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aktualisiert: >14.01.2008</> http 

<strong>chronische Osteitis<strong>